Ein schlichtes herzhaftes Gericht, dass an kühlen Herbsttagen die Seele streichelt. Mehr braucht man nicht.

Spätzleteig für zwei Personen berechnet…

  • 200 g Dinkel, sehr fein gemahlen
  • 100 – 120 ml Wasser, je nach Bedarf
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 EL Olivenöl

für die Pilzsoße….

  • ca. 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, feingehackt
  • 250 g Pilze, z.B. braune Steinchampignons, Austernpilze, Kräutersaitlinge, Pfifferlinge…, evtl. zerkleinern
  • 200 ml frische Sahne, evtl. mehr
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • Kräutersalz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 TL Akazienhonig
  • 1/2 Bund frische glatte Petersilie, grob gehackt

Den Dinkel auf feinster Stufe mahlen und die Kleie aussieben und nochmals mahlen. Wenn dann noch etwas Kleie übrig sein sollte, kann man diese später in die Pilzsoße geben. Alle Teigzutaten schön glatt rühren und solange schlagen bis der Teig Blasen wirft (etwa 10 Minuten), und danach etwa 15 Minuten ruhen lassen. Das Nudelwasser in der Zwischenzeit aufsetzen und salzen und die Zutaten für die Soße vorbereiten.

Der Nudelteig an sich sollte eine zähflüssige Konsistenz aufweisen, so dass er sich auf dem Spätzlebrett mit einem Löffel schön flach ausstreichen lässt. Dazu ein glattes Holzbrett mit kaltem Wasser befeuchten und einen großen Klecks Teig gleichmäßig darauf verteilen. Wenn jetzt das Wasser sprudelnd kocht, den Deckel abnehmen, das mit Teig bestrichene Brettchen leicht schräg über den Topfrand halten und mit einem feuchten Teigschaber (ohne Griff) dünne bis mittlere Streifen schnell vom Brettchen schiebend ins kochende Wasser hacken.

So “ungefähr” sieht das aus:

Nach etwa 3-5 Mintuten Kochzeit (je nach Dicke), die Spätzle mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einem großen sauberen Leintuch ausbreiten. So können sie noch schön abtropfen. Nach und nach den Rest des Teiges ebenso verarbeiten.

Für die Pilzsoße werden Knoblauch und Zwiebeln mit der Butter in einer Eisenpfanne leicht hellbraun angebraten, danach die Pilze zufügen und eine kleine Weile mit anbraten lassen. Kurz darauf die Spätzle ebenso in Butter in einer zweiten Eisenpfanne goldgelb bis leicht hellbraun anbraten. So dass beides,  Spätzle und Pilzsoße, in etwa zur gleichen Zeit fertig wird.

Sobald die Pilze eine schöne Farbe aufweisen, mit der Sahne ablöschen, die restliche Dinkelkeie untermischen und einige Minuten köcheln lassen. Mit Senf und den Gewürzen abschmecken, die Pfanne vom Herd nehmen und Honig sowie die frische Petersilie unterheben.

Auf angenehm rustikalen Tellern anrichten, ein paar Kerzen entzünden und einen fruchtigen Weißwein dazu reichen.

Wir hören dazu in leiser Andacht…


Hubert von Goisern mit Heast as ned