Das saarländische Nationalgericht.

(ähm, dass der Dibbelabbes hier ziemlich genau die Kontur von Frankreich hat, war dann eher Zufall, aber egal – allez les bleus!)

Ein Rezept für drei:

  • 1200 g Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 2 Stangen Lauch in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 3 Schalotten klein geschnitten
  • 2 Zehen Knoblauch klein gewürfelt
  • 1 Chili klein gewürfelt
  • 150 g Dörrfleisch (Veggievariante geht auch ohne Dörrfleisch)
  • Salz
  • Pfeffer
  • reichlich (eine halbe) Muskatnuß gerieben
  • 6 EL Olivenöl

Die Kartoffeln sauber bürsten und mit Schale grob reiben und mit den anderen Zutaten mit den Händen in einer großen Schüssel gut vermischen.
In 2 Pfannen (möglichst geschmiedete Eisenpfannen) je 3 EL Olivenöl erhitzen und die Masse auf die beiden Pfannen aufteilen.
Nun muß der Dibbelabbes bei halber bis dreiviertel Hitze eine knappen Stunde braten. Dabei alle paar Minuten mit einem Pfannenwender die Masse wenden und zerpflücken. Das besondere Garprinzip besteht darin, immer wieder die Masse zu wenden wenn sie eine schöne braune Farbe hat und zu zerpflücken. Alles andere gibt ein Rösti und keinen Dibbelabbes. Nicht wundern, daß es am Anfang unwahrscheinlich viel aussieht, das gibt sich im Laufe des Bratens.
Unbedingt zum Dibbelabbes dazu serviert werden muß ein Apfelmuß. Vollwertig machen wir das recht einfach selber. 4 säuerliche ungeschälte Äpfel mit Kerngehäuse in Würfel schneiden, mit dem Saft und dem Abrieb einer halben Zitrone vermengen und entweder roh oder leicht angedünstet (5 Minuten reichen) mit einer Prise Salz, Honig nach Wunsch und ein wenig Zimt pürieren. Die rohe Variante oxidiert relativ schnell, also sollte diese erst unmittelbar vor dem Servieren bereitet werden. Die angedünstete Variante lässt sich gut vorbereiten.

Dazu passt: ein saarbrigger Landbier der Brauerei Bruch

Wir hören dazu “Schaafa Sämpf” (zu deutsch Scharfer Senf) mit “Jenseits von Beeden”.
OK, das kennt östlich von Beeden kein Mensch, alternativ hören wir:
Richie Havens mit “Going back to my roots”