Ein sehr liebliches und fruchtiges Gericht, welches ich vor Jahren zum ersten Mal gekocht und mich seither in diese Mischung verliebt hatte: Äpfel paaren sich mit Mandeln, Wein und Hähnchenbrust. Wunderbar! Ein frisches Baguette dazu ist natürlich unentbehrlich. Hier also die vollwertige Variante von Götzis wunderbarem Geflügelragout Normandie.

Für drei Personen:

  • 350 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 große Karotte
  • 1 große Zwiebel
  • 1 großer Apfel, z.B. Elstar, Gravensteiner oder Boskop
  • 1 Ei
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Meersalz
  • 2 EL Butter
  • 4 cl Calvados oder Vodka
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100ml trockener Weißwein
  • 100 ml Apfelsaft (Direktsaft)
  • 1 gute Handvoll gehobelte Mandeln (mind. 30 g)
  • 400 ml frische Sahne
  • 1/2 TL Akazienhonig
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Die Hähnchenbrust in grobe Streifen oder Stücke schneiden und mit Salz und frischem Pfeffer würzen. Die Zwiebel wird in wirklich grobe Würfel geschnitten (5-6 mm Kantenlänge) damit sie später beim Kochen noch als Gemüse ihre Gleichberechtigung haben. Die gebürstete Karotte sowie der Apfel samt Schale werden mit der groben Reibe geraffelt und beiseite gestellt.

Jetzt das Ei in eine Schüssel schlagen und mit einer Gabel gut aufschlagen und die Filetstücke darin vermischen. In einer großen hohen Pfanne die Butter erhitzen und die mit Ei überzogene Hähnchenbrust schön hellbraun anbraten, anschließend mit einem Schaumlöffel oder Holzspatel herausnehmen und auf einem Teller zur Seite stellen.

Sollte etwas zu wenig Butter in der Pfanne verblieben sein, einfach ein bisserl dazugeben und die Zwiebel darin glasig dünsten. Anschließend Apfel und Karotte zugeben und einige Minuten lang dünsten lassen. Jetzt dürfen die Filetstücke wieder zurück in die Pfanne und werden mit Calvados oder Wodka abgelöscht. Kurz umrühren und ein wenig warten bis sich der Alkohol verflüchtigt hat. Mit der Gemüsebrühe, dem Apfelsaft sowie dem Weißwein aufgießen und alles fünf Minuten lang köcheln lassen.

Jetzt werden die gehobelten Mandeln eingestreut und die Sahne hinzugefügt. Das Ganze darf noch etwa 10 Minuten vor sich hin köcheln, so dass die Soße von Konsistenz her ein wenig andickt. Währenddessen kann man schonmal die Petersilie grob hacken.
Sobald die Soße soweit ist, mit Salz und Pfeffer und Honig abschmecken, sofort vom Herd nehmen, die Petersilie unterheben und auf großen flachen Tellern servieren.

Am besten schmeckt das Ragout mit frisch gebackenem französischem Baguette, mit dem man beherzt die üppige Soße auftunken darf. Wahlweise trinken wir dazu etwas Apfelsaft oder den schönen Weißwein, welchen bereits beim Kochen schon Verwendung fand.

Was wir dazu hören?
Hmm, also ein richtig gutes Video von Alsmann konnt ich nirgends auftreiben. Daher ein wenig musikalischen Schabernak bei Zimmer Frei! mit Gast Markus Kavka. *gg*